SBV Bochum-Nord
21.02.2017 20:56
OB Eiskirch in Gerthe ohne Neuigkeiten
Roland Mitschke, Vorsitzender der CDU Bochum-Nord

„Der Onkel, der etwas beim Besuch mitbringt, ist bekanntlich beliebter als die Tante, die Klavier spielt“, kommentiert Roland Mitschke, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender der Nord-CDU die Ergebnisse der Oberbürgermeister-Visite in Gerthe. Er kam offensichtlich mit leeren Taschen.

Dass nach über 40-jähriger, sehr kontrovers geführter Diskussion die von der SPD favorisierte Westumgehung vom Tisch ist, geht auf den mehrheitlich beschlossenen Antrag der CDU im Planungsausschuss vom 3. Mai 2016 zurück. Die von Eiskirch geführte Verwaltung hatte sich sogar für die Weiterführung der Planung ausgesprochen.

Da die wirtschaftlich wertvolle Fläche für die Straßentrasse, übrigens mit viel Geld für den Erwerb von Immobilien freigezogen, nun für andere Nutzungen zur Verfügung steht, hätte man vom Oberbürgermeister auch konkrete Aussagen u.a. zum neuen Baurecht oder zur Vermarktung erwarten können. So wartet z.B. der BV Hiltrop auf die überfällige Grundsanierung der im Trassenbereich liegenden Sportanlage am Hillerberg, die nicht zuletzt wegen der Straßenplanung immer wieder zurückgestellt worden ist.

Auch zur Entwicklung des Gerther Zentrums sind Eiskirchs Aussagen wenig befriedigend. Nach Beschlüssen im Fachausschuss und in der Bezirksvertretung im August 2016 hat im November 2016 ein erster Planungsworkshop stattgefunden. Wenn der Oberbürgermeister nun eine Lösung für das Jahresende in Aussicht stellt, zeigt dies auch, welche Priorität er dem Projekt in der Verwaltung gibt. Damit wird den aktuellen Problemen des Einzelhandels in Gerthe mit konkreten Verlagerungs- bzw. Erweiterungsabsichten nicht Rechnung getragen.

Auch für das sanierungsbedürftige Schulzentrum hätte man - so Mitschke - konkretere Planungen erwarten dürfen, zumal die Diskussion im ganzen Jahr 2016 intensiv geführt wurde und jetzt 15 Mio. Euro im Haushaltsplan bereit stehen. Wenn die Kapazitäten im Rathaus nicht ausreichen, dann müssen eben freie Architekten beauftragt werden, fordert die CDU.

Bezeichnend für die Prioritäten der Gerther Projekte im Rathaus ist der Hinweis des SPD-Bezirksbürgermeisters, dass nach 20 Jahren endlich ein Verkehrskonzept erstellt werden soll.

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