CDU Ratsfraktion- Mitteilungen
18.12.2017 14:14
CDU lehnt spendenfinanzierte Ehrenamtsagentur ab
Hans Henneke, stellv. Fraktionsvorsitzender

„Die CDU-Ratsfraktion begrüßt ausdrücklich die Stärkung und Unterstützung des Ehrenamtes in unserer Stadt“, macht Hans Henneke, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Ratsfraktion, deutlich.

Aus diesem Grund hat die CDU auch für die Beschlussfassung im Rat einen Ergänzungsantrag eingebracht. Dieser hatte zwei wesentliche Punkte.

Laut Beschlussvorlage soll die Finanzierung der neuen Ehrenamtsagentur der Stadt nicht zuletzt auch durch Spenden sichergestellt werden. Im Klartext heißt das, zur Finanzierung einer wichtigen städtischen Aufgabe sollen an den gleichen Stellen finanzielle Mittel eingeworben werden, auf die jetzt die Vereine zur Finanzierung  ihrer ehrenamtlichen Arbeit angewiesen sind. Dies kann nicht im Sinne des Ehrenamts sein, denn auch Spendenmittel können nur einmal zur Verfügung gestellt werden! Das  wollte die  CDU durch ihren Antrag ausschließen. Wer das Nachsehen haben wird,  ist aus Sicht der CDU Fraktion klar – diejenigen, die eigentlich unterstützt werden sollen.
„Eine solche Co-Finanzierung für die Ehrenamtsagentur auch nur zu erwägen, hält die CDU für inakzeptabel“, stellt Hans Henneke klar.

Zum anderen wollte die CDU der Ehrenamtsagentur eine weitere wichtige Aufgabe zuweisen. Die Ehrenamtsagentur soll u.a. für ehrenamtlich tätige Vereine, Gruppierungen und Initiativen möglichst kostengünstig -  wenn nicht sogar ohne Kosten - städtische Leistungen zur Verfügung stellen und als Ansprechpartner und Koordinator da sein. Gemeint ist in erster Linie, die Nutzung von städtischen Räumen zu moderaten Kosten und ohne Verwaltungsaufwand zu ermöglichen.

„Es muss den Vereinen möglich sein, an einer Stelle die Nutzung von städtischen Räumen zu beantragen. Alles Weitere sollte dann von der Ehrenamtsagentur organisiert und dem Antragsteller möglichst zeitnah mitgeteilt werden, ob Räume genutzt werden können oder nicht und zu welchen Kosten“, erläutert Henneke den Vorschlag der CDU. „Ferner muss geprüft werden, in wie weit Kosten für städtische Leistungen minimiert oder durch ein entsprechendes Budget bei der Ehrenamtsagentur mindestens teilweise übernommen werden können.“

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